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Die Aker Yards Werften in Warnemünde und Wismar bauen ab 2008 die größten Fährschiffe - und suchen 25 Ingenieure an den Standorten Rostock und Wismar.

Warnemünde 07. Juli 2007

Martin Mulert hat seinen Arbeitsplatz seit einem guten Jahr in der Aker Yards Werft. Erste berufliche Erfahrungen nach dem Studium in Berlin, Fachrichtung Konstruktion und Motorenbau, hat der gelernte Motorenbauer, der auch vier Jahre bei der Marine in Hohe Düne zur See fuhr, bei MAN in Augsbug gesammelt. Hier betreute er Einspritzsysteme für Motoren. „Eine gute Erfahrung“, sagt der 33-Jährige. Jetzt ist er froh, dass er in seiner norddeutschen Heimat einen solch tollen Arbeitsplatz in der Aker Werft gefunden hat.

Florian Schuhmacher, Personalchef der Aker Yards Werften in Rostock und Wismar wünschte sich, dass noch mehr solch gut ausgebildeter Leute zurückkommen in die Heimat. Die beiden Werften brauchen 25 Ingenieure, davon 15 mit spezieller Ausbildung als Schiffbauingenieur. Schumacher hat starke Trümpfe in der Hand: "Wir sind ein international aufgestelltes Schiffbau- und Schiffsentwicklungsunternehmen." Hier werden Kreuzfahrtschiffe und Fähren, Handelsschiffe sowie Offshore-und Spezialschiffe gebaut.

Matthias Trott, Sprecher für den Bereich Handelsschiffbau von Aker Yards, ist stolz. "Wir werden die größten RoPax-Fährschiffe mit 5500 Lademeter für Lkw und Trailer bauen. Gleichzeitig können 1200 Passagiere befördert werden. Produktionsbeginn ist Frühjahr 2008."

"Da haben junge Ingenieure ein großes Betätigungs - und Entwicklungsfeld", sagt Schumacher. Das erste Fährschiff dieser Reihe wird 2010 ausgeliefert. Die konstruktiven Anforderungen sind enorm. Diese Schiffe können bis zu 1,5 Meter starkes Eis brechen und damit Routen im Nördlichen Eismeer ganzjährig ohne Eisbrecherhilfe befahren. In nur einem dieser Schiffe steckt ein Arbeitsaufwand von vier bis fünf Containerschiffen. Die Aker Yards Werften in Warnemünde und Wismar gehören zu den 14 Unternehmen der Region, die sich bei Rostock Business der großen Rekrutierungskampagne "Rostock Professionals 2007" angeschlossen haben.

Die OSTSEE-ZEITUNG stellt gemeinsam mit Rostock Business die Unternehmen vor, die sich auf der Plattform präsentieren, um die Suche nach Spezialisten zu unterstützen. "Bei uns können Ingenieure für sich selbst viel mitnehmen", wirbt Florian Schumacher. "Als Unternehmen eines norwegischen Konzerns statten wir die Mitarbeiter schnell mit viel Verantwortung aus." Martin Mulert bestätigt das. Er bereut es nicht, sein berufliches Glück in der Heimat gesucht zu haben. Auf der Werft ist der junge Mann zuständig für den Einbau von Motoren. Im Unternehmen gibt es "flache Hierarchien und Entwicklungsmöglichkeiten in mehreren Arbeitsgebieten", betont Florian Schumacher. Der Altersdurchschnitt der Mitarbeiter in der Konstruktion liegt beispielsweise bei 46 Jahren. "Den würden wir gerne etwas senken."

Nach der Rekonstruktion in den neunziger Jahren zählen die beiden jeweils 1946 gegründeten Werften in Warnemünde und Wismar zu den modernsten und effektivsten in Europa und weltweit. Für Florian Schumacher steht dennoch fest: "Wir werden mit Standardprojekten unsere Zukunft nicht sichern." Deshalb orientiere sich das Unternehmen auf die Weiterentwicklung von Technologien bei Schiffen, die andere noch nicht bauen. Künftig werde es mehr Prototypen geben. "Wir sehen uns nach Kunden mit besonderen Anforderungen um", sagt Trott. Als Beispiel nennt er zu entwicklende Tanker für arktische Gewässer. In der Werft in Warnemünde ist ein Kompetenzzentrum für Tanker entstanden, das für den Transport verflüssigten Erdgases eingerichtet worden ist. Hier werden die Erfahrungen der Schiffbaugruppe Aker Yards in sich vereinigt. Moderne Anlagen erlauben es , Standard- und Spezialtonnage bis 300 000 in Wismar und 200 000 in Warnemünde zu bauen

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