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Rasant entwickelt sich in Rostock ein weiteres Unternehmen der Windbranche. Das Unternehmen beschäftigt 110 Leute und ist weltweit tätig. Dringend werden weitere Spezialisten gesucht.
Steintor-Vorstadt
Der Niederlassungsleiter der Suzlon Energy GmbH, Wolfgang Conrad, ist stolz: „Wir produzieren doppelt so
viel Windkraftanlagen wie ein anderes großes Unternehmen der
Windbranche am Standort." Seit 2003 gibt es Suzlon Energy in der
Hansestadt.
Das Unternehmen startete vor vier Jahren mit sieben
Kollegen. Mittlerweile gehören 110 Leute zum Unternehmen, aus dem die
Suzlon Windkraft GmbH mit Sitz in Rostock hervorgegangen ist. Heute
beschäftigt man sich ausschließlich mit der Entwicklung der
elektrotechnischen Komponenten der Windkraftanlagen. Suzlon ist
weltweit fünftgrößter Hersteller von Windkraftanlagen und vor allem in
Asien und Amerika tätig. Die Rostocker arbeiten auch für den
Mutterkonzern in Indien und Amsterdam.
Der Suzlon-Konzern hat vor kurzem den Windkraftanlagenhersteller Repower, der weltweit auf Platz acht bei den Aufstellungszahlen von Windkraftanlagen liegt und in Hamburg und Rendsburg präsent ist, übernommen. Derzeit wird in Rostock Elektrotechnik für einen Windpark in Australien entwickelt. Weitere Projekte für Windparks gibt es für China, USA, Spanien, Portugal und Indien.
„Wer bei uns arbeitet, muss offen sein für fremde Kulturen und in die Welt zu reisen", so Conrad. Rostock Business und die OSTSEE-ZEITUNG stellen 14 Unternehmen vor, die expandieren und auf der Internetseite von Rostock Business unter www.rostock-professionals.de Spezialisten suchen.
Suzlon braucht aktuell zehn neue Mitarbeiter aus dem Bereich Schrankentwicklung zur Konstruktion und Produktionskontrolle der Energieverteilung in Windkraftanlagen, Leistungselektroniker und Mitarbeiter, die aus dem Gebiet der Mittelspannungstechnik kommen. „Wir sind dem indischen Konzern viel Geld wert, da unsere Mitarbeiter langjährige Erfahrungen in der Windenergie haben“, sagt Conrad. „Die deutsche Ingenieurausbildung ist sehr gut.“ Leider gebe es zu wenig Studenten in den Fächern Elektrotechnik und Maschinenbau. Das Image sei zu schlecht besetzt.
Für Wolfgang Conrad ist Rostock ein idealer Standort. „Das Land und die Stadt sowie die Wirtschaftsförderer von Rostock Business haben uns beim Herstellen von wichtigen Querverbindungen sehr unterstützt.“ Das betreffe vor allem den Besuch von Messen. Conrad hebt auch das sehr gute Umfeld für die Beschäftigten in der Hansestadt hervor. „Es gibt die historische Rundumbetreuung für Kinder, die es so im Westen nicht gibt.“ Auch die Schulen würden ein breites Spektrum von Interessen bedienen.
Das sieht auch Elektroingenieurin Anja Meyer (38) so. Sie kommt aus Pforzheim und arbeitet seit 2003 im Unternehmen. Nach Rostock ist sie wegen des Jobs gekommen. „Ich habe mich gut eingelebt und fühle mich hier sehr wohl“, sagt die Windkraft-Spezialistin und Mutter eines Sohnes.
Suzlon hat Jahr für Jahr, wie Niederlassungsleiter Conrad sagt, den Umsatz verdoppelt. „Suzlon wächst in einem boomenden Markt überdurchschnittlich.
WOLFGANG THIEL
Zum 20. Jubiläum erntete das Softwareunternehmen SIV.AG gestern viel Lob. Die Wirtschaftskrise konnte dem Unternehmen nichts anhaben. Das Rostocker IT und Computerunternehmen SIV.AG, mit Sitz in Roggentin, gilt als einer der führenden Software-Anbieter für die deutsche und internationale Versorgungsbranche mit Fokus auf die Energie- und Wasserwirtschaft.
Die beiden aus der Telekommunikationsbranche stammenden Unternehmen adm und telegate sorgen, unter anderem aufgrund des ständig anwachsenden Bedarfs an Callcentern und telekommunikativen Lösungen, für neue Arbeitsplätze in Mecklenburg-Vorpommern. Ob Informations- und Beratungshotlines, die Bestellannahme oder auch das Reklamationsmanagement, die Callcenter Branche wächst zunehmend.
Die Region Rostock entwickelt sich zu einer Hochburg für die Windbranche. In Rerik, hat Voith Industrial Services Wind, eine Tochter der Voith AG, ein nicht börsenorientiertes Unternehmen, das seit 1867 ein Familienunternehmen ist, seit 2004 seine Niederlassung. Von hier aus werden fast 100 Mitarbeiter beschäftigt, die deutschlandweit unterwegs sind.
Karriere machen, wo andere ihren Urlaub genießen – das können Nordex und andere leistungsfähige Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern bieten. Damit dies über die Grenzen des Landes hinaus bekannt wird, unterstützt Nordex die Aktion „MV Professionals“. Schon seit zwei Jahren profitieren Rostocker Unternehmen von „Rostock Professionals“, für Nordex führte die Kampagne zu mehreren Einstellungen von Fach- und Führungskräften von außerhalb des Landes.
Qualifiziert wachsen - Für den Fortbildungsbereich von Nordex geht es zurück zu den Ursprüngen. Die vor rund sechs Jahren in Rostock gegründete „Nordex Academy“ ist jetzt auf das ehemalige Werksgelände nach Rerik gezogen. Auf einer Gebäudefläche von insgesamt rund 1.100 Quadratmetern steht hier ausreichend Raum für theoretische und praktische Schulungen bereit.
Die Nordex Gruppe hat erneut eine Ausschreibung in China gewonnen. Für eine Tochtergesellschaft des Energieversorgers Beijing Energy wird der Hersteller 33 Turbinen vom Typ S70/1500 kW liefern. Der Windpark „Jingneng“ soll bei Huitengxile im Hochland (2000 ü. NN) der Inneren Mongolei entstehen. Am Standort herrscht eine mittlere Windgeschwindigkeit von 8,4 Meter pro Sekunde und Durchschnittstemperaturen von minus 2,3 Grad.
Mit einem Großauftrag aus den USA startet Nordex erfolgreich ins neue Jahr. Jetzt vereinbarte Nordex USA mit dem amerikanischen Projektentwickler Everpower Renewables, New York, die Lieferung und den anschließenden Service von 25 Turbinen des Typs N90/2500 kW für den Windpark „Krayn“ in Pennsylvania. Zudem umfasst der Vertrag eine Option auf eine weitere Anlage der gleichen Baureihe.
Vor vier Jahren arbeiteten beim Stent-Hersteller Cortronik noch 36 Mitarbeiter. In diesen Tagen wird der 100. eingestellt. Im Mai kam die Römerin Anna Mirabelli (28) über Belgien nach Warnemünde. Die Italienerin arbeitet an der Entwicklung eines medikamentenbeschichteten Stents mit. „Wir haben sie von der Konkurrenz geholt“, freut sich Carsten Momma (44), Betriebsstättenleiter von Cortronik.
30 Leute hat eine IT-Firma, die seit 15 Jahren international am Markt agiert. Das Unternehmen will weiterhin kontinuierlich wachsen. Steffen Himstedt und Stefan Trebing gründeten 1992 dann nach erfolgreichem gemeinsamem Studienabschluss 26-jährig ein Ingenieurbüro unter dem Namen Trebing & Himstedt.
Die Aker Yards Werften in Warnemünde und Wismar bauen ab 2008 die größten Fährschiffe - und suchen 25 Ingenieure an den Standorten Rostock und Wismar.
Es ist ein Kissen, mit dem man keine Kissenschlacht machen kann: Das Airbag - eine dieser segensreichen Erfindungen, die das Autofahren ein wenig sicherer machen und wohl schon so manchem das Leben gerettet haben. Den meisten Menschen bleiben die weißen Plusterkissen allerdings verborgen, und das ist auch gut so. In und um Laage gibt es allerdings eine ganze Menge Menschen, die sich alltäglich mit dem Airbag beschäftigen.